Monatsarchiv für April 2011

 
 

neue Effilee erschienen. Kauftip!


Mit Foodmagazinen ist das ja so eine Sache- eher belustigt schielt man normalerweise auf unterschiedliche, sich aber immer gleichende Diättips, Rezepte von Jamie Oliver und Weihnachtsbraten mit brauner Soße.
Die mangelnde Innovation und nicht vorhandener Ideenreichtum, welche solche Hefte immer umgab, änderte sich vor einiger Zeit aber mit dem Erscheinen der Effilee. Mit einer gehörigen Portion Kreativität und dem oftmals im Printbereich fehlenden Mut entwickelte sich ein hervorragendes Heft, welches zeigt, wie interessant das Thema Essen/ Trinken zwischen Genuss und Nahrungsaufnahme sein kann.
Nun erschien gestern die neue Ausgabe, welche ich glücklicherweise schon am Dienstag erhielt und die hat es thematisch und optisch wirklich in sich.
Neben einem beeindruckenden Leitartikel über Magersucht, welcher von einer Betroffenenen halb persönlich, halb wissenschaftlich angegangen wurde, erfreute das Heft insbesondere mit einem Artikel von Stuart Freedman. Dieser schrieb über ein indisches Coffee House und unterstützte seinen tollen Artikel mit Bildern, die so selten in Deutschland geprinten werden- von der MARE mal abgesehen.
Auch super fand ich den Bericht über Jugendliche, die nachts “containern” um sich noch brauchbare Lebensmittel aus den Mülleimern der Supermärkte zu fischen, insbesondere weil der Artikel nicht mit Kritik an unserem Umgang mit Essen und seiner Haltbarkeit spart.
Selbst alle “classics” wie Rezepttips, Besuche bei Weinresorts oder Interviews mit Sterneköchen sind auf eine besondere Art besonders und so kann ich das Heft nur jedem empfehlen, der sich für Essen und die vielen Geschichten drumherum interessiert.
Auf der Internetseite der Effilee gibt es natürlich unzählige Leseproben. Go for it!
Grafik macht im übrigen seit dieser Ausgabe ein alter Bekannter!

Doku über russische Knasttattoos


„The Mark of Cain“ ist eine 75 Minuten lange, monsterinteressante Dokumentation über die Geschichte über und insbesondere hinter Knasttätowierung in Russland, deren Bedeutung und Geheimsprache. Bereits nach wenigen Sekunden juckte es mir in den Fingern und ich war versucht, die Kameratasche zu packen, in die Bummelbahn zu steigen und dort das gleiche fotografisch zu tun.
Final hielt mich aber die Tatsache, dass es hier deutlich lukrativere und ungefährlichere Jobs zu erledigen gibt, erstmal davon ab.
Nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt.
Im Herbst werd ich mich dann auch mal wieder unter die Nadel begeben, wobei ich in DER Doku keine weiteren Anregungen für Motive gefunden habe… ganz im Gegenteil.
Die Doku ist mit minimalem Budget 2000 von Alix Lambert produziert worden und ein absoluter Knaller.
Hier gibt’s alle Infos zum Film!

Großbild Surffotos von Joni Sternbach


In den letzten acht Tagen habe ich zwei Jobs gemacht, welche zwar sehr unterschiedlich waren, aber sich darin glichen, dass ich sehr lange Belichtungszeiten hatte und deshalb den gesamten Tag inklusiv der sonnigen Ostertage in dunklen Studios verbracht habe und mit Gaffatape selbst die letzten Ritzen abgeklebt habe um Tageslicht zu eliminieren.
Zum einen bin ich nicht mal ansatzweise dazu gekommen, nach schönen Dingen für den blog zu suchen, zum anderen kommen diese sonnigen Bildern nun wie gerufen:
Joni Sternbach hat mit ihrer Großformat super Bilder von Surfern gemacht, die geprintet wirken als wären sie aus einer vergangenen Welt.
Das ist doch mal ein Start in die kurze Woche!
Auch alles andere auf Ihrer Seite ist im Übrigen sehenswert, go check it!



Joni Sternbach – Photographer from Johnny Abegg Films on Vimeo.

Jim Denevan bemalt Strände… und wie!


Menschen die auf Kunst mit “warum macht man sowas???” reagieren, sollten an dieser Stelle erstens nicht weiterlesen und zweitens darüber nachdenken, was sie alles so überflüssiges am Tag anstellen.
Jim Denevan ist der beste Beweis, dass Kunst alleine schon den Nutzen hat uns zu erfreuen. Mit der Ruhe, Ausdauer und Vergänglichkeit eines buddhistischen Mönches beim Kreieren eines Mandala entstehen durch ihn und sein Team Formen im Sand, welche mich mal eben aus dem Lounge chair gehauen haben. Hier gehts zu seiner Seite!



neue Bilder auf meiner Seite: RYO

Vor zehn Tagen fotografierte ich den Musiker RYO, die Bilder sind nun auf meiner Seite.
Hair/ make-up machte Sarah Kemnitz , Postproduction Stella Zolper und der lustige Kopf sowie das Bild im Hintergrund wurden von der begeisternden Jules gepinselt.
Bestimmt nicht die die letzte Zusammenarbeit mit diesen Damen. Vielen Dank!
Hier gehts längs: RYO

Der sehr sympathische RYO ist Sohn einer japanischen Konzertpianistin und eines deutschen Schauspielers und arbeitet seit einigen Jahren im und mit dem Umfeld des Erfurter Zughafens um Clueso. Eine Biographie und Stationen seinen Schaffens lassen sich auf der Seite seines Labels Four Music nachlesen. In den nächsten Tagen wird das sicher mit den neuen Bildern bestückt, ebenso, seine eigene Seite.

The Music Box- super Kurzfilm über eine ganz besondere Wohnungssuche

Dieses Video hat vor zwei Wochen auf einigen blogs für ziemlichen Wirbel gesorgt, so auch bei mir- auf Grund von mächtigem Zeitmangel schieb ich’s mal hinterher, denn ohne Zweifel ist dieses Meisterwerk sowas von lohnend und ein weiteres Zeichen für Hingabe und Können.
Inhaltlich dreht es sich um einen Typen, der sich ‘ne Bude ankucken möchte und- unabhängig davon, dass ich die eh mit Kusshand nehmen würde- eben diese Wohnung überredet ihn auf musikalischen Weise zum Einzug. Must see:

neue Webseiten mit meinen Bildern

In dieser Woche sind neben dem READ Magazine auch noch zwei Internetseiten veröffentlich worden, über die ich mich persönlich sehr freue, und das nicht nur, weil meine Bilder in schöner Größe drauf sind:
Zum einen haben die Berliner Electrohelden von suol am Dienstag vorgelegt,

zum anderen hat Hamburgs schönster Möbelladen PLY seit Donnerstag eine tolle Seite.
Kommt in der Kleinen Rainstraße vorbei, trinkt mit der netten Belegschaft ‘nen Kaffe und kauft mir Vitrastühle!!!

Aus purem Egoismus- zwei Strecken von mir in der neuen READ


Die neue READ ist gestern herausgekommen, das großartige Magazin von Ale Dumbsky und Boris Castro und darin enthalten sind ein feature über meine Landschaftsfotos auf sechs Seiten, sowie zwei Bilder über den Unternehmer Werner Schulz, welche von einer super Geschichte eingerahmt werden. Das ganze Heft erfreut des Lesers Herz natürlich mit diversen Geschichten, die man nirgendswo sonst liest und vor allem nicht SO.
Und wenn man gerade denkt, das war’s, kommt ganz am Ende auch noch ein Foto von meinem Homie Felix Krüger. Gut so!
Layoutet wurde das Heft von Ben Wessler.
Die neue READ liegt mit einer 10.000er Auflage in Sankt Pauli und Altona aus, also sperrt die Augen auf.





und hier noch das Portrait von Werner Schulz:

the selby- ganz besondere homestories

An anderer Stelle hatte ich hier bereits über herausragende Wohnportraits berichtet, nun habe ich durch meinen Homie Flo etwas noch viel Schöneres entdeckt:

Todd Selby ist Portrait- , Interieur und Modefotograf und zeichnet seit 2008 ein wunderschönes Abbild von kreativen Menschen und Ihren Lebensräumen. Auffallend ist in erster Linie bei allen Bilderstrecken, dass Stil nicht durch Geld zu kaufen ist (siehe Pharrell Williams’ homestory), sondern vielmehr durch Kreativität und Einfallsreichtum erarbeitet wird.
Wie so oft zeigte sich auch bei Selby, dass Passion und Ausdauer sich auszahlen und nach einiger Zeit besuchten 55.000 Leute täglich seine Seite und aus seinem Schaffen entstanden Zusammenarbeiten mit Nike, Habitat und dem New York Times Magazine. Bevor es allerdings an Todd war, die Früchte zu ernten, schlug er sich mit diversen Gelegenheitsjobs durch, welche aber an sich schon alle eine eigene Geschichte verdient hätten.

Im Mai letzten Jahres veröffentlichte er dann viele seiner gesammelten Interieurstories in seinem Buch the selby is in your place.

Die gesamte Seite gibt sooo viel Informationen, Anregungen und Inspirationen, dass ich wegen aktuellem Zeitmangel mir vorgenommen habe, sie wöchentlich zu durchstöbern- es wäre zu schade davon was zu verpassen:
Hier gehts lang!