Musik Bewegt

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Aufmerksame Besucher meiner Facebookseite oder Instagramseite haben in den letzten eineinhalb Jahren sicher mitbekommen, dass ich immer wieder durch Deutschland lange Autotouren machte.
Der Grund dafür ist die Musik Bewegt Stiftung gGmbH, die vor einem Jahr die Spenden- und Aktionsplattform
www.musik-bewegt.de online gestellt hat.
Einige der ausgewählten Bilder hab ich in Zusammenarbeit mit Stella Zolper hier online gestellt.
Auf dem Spendenportal entsteht gerade eine beeindruckende Zusammenarbeit vieler Musiker in Deutschland, die ihre Bekanntheit nutzen, um auf Missstände und eine Vielzahl von Hilfsprojekten aufmerksam zu machen und hierfür Spenden zu sammeln.
Über die Zeit entwickelte es sich jedoch auch für mich zu einem Herzensprojekt.
Neben der Fülle von Interpreten, welche (zumindest mir nicht bekannt…) in der Vielzahl noch nie zusammen für etwas eingestanden haben, ist insbesondere die Tatsache erwähnenswert, dass JEDER gespendete Euro in das unterstütze Projekt fließt.
Alle externen Kosten (somit auch ich), werden von externen Unterstützern und Förderern der Stiftung getragen (u.a. die Vodafone Stiftung Deutschland, CTS Eventim, GVL) und nicht wie so häufig – und ebenso häufig zu Recht kritisiert – von den Spendern. Alle administrativen Kosten sowie Spendenabwicklung und Marketing werden somit nicht von der Unterstützungssumme abgezogen.
In der Transaktionsabwicklung der Spenden arbeitet Musik Bewegt mit dem Dienstleister betterplace.org zusammen, die für die sichere und transparente Spendenabwicklung beauftragt sind.
Seit 16 Monaten reise ich nun mit und für Musik Bewegt durch das Land und habe dabei einiges erleben dürfen.
Der zeitliche Ablauf ist, wie man sich vorstellen kann, recht eng.
Ich fotografiere entweder bei mir im Studio oder in den häufigsten Fällen vor Ort, was Bandräume, Büros, Aufnahmestudios oder sogar die Konzerthalle 30 Minuten vor Beginn des Gigs bedeuten kann.
Nach Aufbau des Hintergrunds und Lichts, stelle ich mit mir selber, als Einstellmodell die Lampen genauer ein, damit die jeweiligen Musiker einen so geringen Aufwand wie möglich haben, da sie meistens nur für wenige Minuten ins Set kommen können und gleich schon weiter müssen.
Meine Aufgabe besteht deshalb in erster Linie darin, innerhalb sehr kurzer Zeit, Menschen mit sehr wenig Zeit locker und entspannt zu kriegen. Wie ein Masseur.
Als ich vor vielen Jahren begann Menschen zu fotografieren, waren das in erster Linie amerikanische Rapper (Masta Ace, Method Man, Inspektah Deck, Jeru,…), deren Texte ich komplett auswendig konnte und immer sehr mochte.
Bei Musik Bewegt handelte es sich oftmals für mich um absolute „Überraschungspakete“, ich musste mich vor den Shootings erstmal mit der Musik und den Künstlern beschäftigen, zu schlecht ist meine musikalische Allgemeinbildung und zu wenig bin ich auf dem aktuellen Stand deutscher Künstler.
Ich bekam somit nicht nur ein regelmäßiges Update von Musik – sozusagen real life spotify – als auch einen Einblick in die deutsche Musiklandschaft.
Was nahezu alle Musiker in der Zusammenarbeit ausgemacht hat, ist ihre Herzlichkeit und Professionalität im Umgang.
Während ich natürlich nicht mit jeder Musik etwas anfangen kann, war jedoch das Arbeiten immer sehr entspannt und angenehm, zum Teil ergaben sich lange, weiterführende Gespräche, welche mit Musik Bewegt und dem ausgewählten Projekt des Künstlers begannen und damit aufhörten, an welchen Stellen es noch so viel zu tun gibt.
Toll, dass Musik Bewegt erste große Schritte unternimmt und besonders toll, dass ich ein Teil davon sein darf.
Seit dem 12.12.2016 ist ein spannendes Video online, für das nochmal alle Künstler zusammengetrommelt wurden, um Aufmerksamkeit für die Stiftung zu schaffen.
Das Motto lautet: Kleine Spende. Großer Beat!


 
 
 

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